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Philosophia Verlag GmbH

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Joelma Marques de Carvalho

Intentionalitätstheorie - eBook

beim frühen Brentano und bei Searle

ISBN: 978-3-88405-717-9

Price: €68.00 (including 19 % tax)


„Searle kann durchaus als Nachfolger von Brentano angesehen werden, obwohl er dies immer wieder zurückgewiesen hat.“

De Carvalhos Buch beschäftigt sich mit den Intentionalitätstheorien von Franz Brentano (1838-1917) und John R. Searle (geb. 1932).

Brentano, katholischer Priester und Aristoteliker, Professor in Würzburg und Wien, ist einer der Begründer der modernen Psychologie. Searle, Professor für Philosophie in Berkeley, ist der wohl profilierteste Vertreter der philosophy of mind  der Gegenwart. Die Intentionalität ist der zentrale Begriff dieser philosophischen Disziplin.

Brentano, der den Begriff der Intentionalität aus der mittelalterlichen Philosophie, die ihm geläufig war, kannte, hat alle psychischen Akte als intentional beschrieben. Er unterteilt sie in Vorstellungen, Urteile und Emotionen. Sie verhalten sich kumulativ, postuliert er, denn es gibt keine Urteile ohne Vorstellungen und keine Emotionen ohne Vorstellungen und Urteile. Das Bewusstsein ist die Summe aller dieser psychischen Akte. Für Brentano sind alle und nur die psychischen Akte intentional, d.h. er formuliert ihre Allgemeinheit und Ausschließlichkeit.

Beides wurde schon von seinen Schülern in Frage gestellt. Die Intentionalität der psychischen Akte bezieht sich auf ein inneres Objekt. Die Position, ob diesem inneren Objekt auch ein äußeres Objekt entsprechen muss, wechselt in den verschiedenen Phasen seiner Philosophie. Er spricht von Inexistenz und meint damit nicht Nicht-Existenz sondern innere Existenz, d.h. Existenz im Bewusstsein.

Searle hat einen anderen Zugang zu diesem Problem. Für ihn ist das Bewusstsein nicht die Summe aller psychischen Akte, sondern die Summe aller psychischen Zustände. So gehören für ihn auch Stimmungen wie Melancholie und Euphorie zu diesen Zuständen. Searle ist der Ansicht, dass nicht das Bewusstsein der Ausgangspunkt für die Intentionalität ist, denn manche Zustände wie die Stimmungen sind nicht intentional und auch im bewusstlosen Zustand kann es Intentionalität geben. Sein Ausgangspunkt sind außerdem speech acts, also Sprechakte, deren Einführung ihm zusammen mit dem Oxfordprofessor J.L. Austin (1911-1960) zugeschrieben wird. Doch schon der Münchner Philosoph Adolf Reinach (1883-1917) hatte eine vollständige Theorie der Sprechakte vorgelegt.

Das Neue an de Carvalhos Untersuchung ist, dass sie nach dem Vergleich der Intentionalitätstheorie   zu dem Schluss kommt: 

Searle kann durchaus als Nachfolger von Brentano angesehen werden kann, obwohl er dies immer wieder zurückgewiesen hat. 

Die präzise Darstellung der Philosophie und Psychologie von Brentano und Searle ist die originäre Leistung dieses Buches, vor allem deshalb, weil beide Philosophen sehr viel publiziert haben und auch die Sekundärliteratur sehr umfangreich ist. Zukünftige Forscher auf diesem Gebiet werden sicher von dieser Untersuchung profitieren.

Teil I:    Intentionalitätstheorie
             beim frühen Brentano   19
1:          Bemerkungen über die Psychologie   

1.1        Psychologie vom empirischen Standpunkt   21                                                           
1.2        Methode der Psychologie   22                                                                                           
1.2.1     Die innere Wahrnehmung
             oder innere Erfahrung   22
1.2.2     Die Mathematik in der Psychologie   28
1.3        Der Gegenstandsbereich der Psychologie   30
1.4        Der Status der Erkenntnisse der Psychologie   32
1.5        Zusammenfassung   35
1.6        Deskriptive Psychologie   35
1.6.1     Psychognosie und genetische Psychologie   35
1.6.2     Methoden der Psychognosie   39
1.6.3     Der Status der Erkenntnisse
             der Psychognosie   43
1.7        Zusammenfassung   46
 
2: Doppelintentionalität des Bewusstseins                                                                     
2.1         Bewusstsein   49
2.2         Die Klassifikation psychischer Akte   52
2.2.1      Vorstellungen   53
2.2.2      Urteile   54
2.2.3      Gemütsbewegungen   58
2.3         Doppelintentionalität des Bewusstseins   60
2.3.1      Die primäre Beziehung des Bewusstseins  61 
2.3.2      Die sekundäre Beziehung des Bewusstseins   73
2.4         Einheit des Bewusstseins und  die „Divise“ des 
              Bewusstseins   80
2.5         Teil-Ganzes-Lehre   83
2.6         Das zweite Korrelat
              und das immanente Objekt 87 
2.7         Der ontologische Status
              des zweiten Korrelates   91
2.8         Zusammenfassung   98
 
3:           Beschreibende Psychologie,  Phänomene und
              Intentionalität
3.1          „Phänomen“  und „Wahrnehmung“   102
3.2          Psychische versus Physische Phänomene   109
3.3          Das intentionale Objekt   116
3.4          Intentionalitätstheorie und epistemische  
               Probleme   118
3.41        Die Kluft zwischen physischem Phänomen
               und äußerem Ding   119
            
3.4. 2      Die Beziehung zwischen Bewusstsein
               und Außenwelt  125                                                      
3.4.3       Halluzination oder Urteilstäuschung   125
3.5          Zusammenfassung   131
 
 
Teil II:  Intentionalitätstheorie bei Searle   137                                                                  
4:            Searles Bewusstseinsanalyse                                                                            
4.1          Der biologische Naturalismus   140
4.2          Bewusstsein   143
4.2.1       Charakteristiken des Bewusstseins   144
4.3          Self-consciousness   148
4.4          Introspektion und die Unkorrigierbarkeit   150
4.5          Das Unbewusste   156
4.5.1       Das tiefe Unbewusste   156
4.5.2       Das Nicht-Bewusste   156
4.5.3       Das verdrängte Unbewusste   157
4.5.4       Das Vorbewusste   159
4.6          Verbindungsprinzip   160
4.7          Zusammenfassung   165

5:            Searles Intentionalitätstheorie                                                                   
5.1          Die Sprachtheorie 169
5.1.1       Die Sprechakte   169
5.1.2       Die Bedeutungstheorie   172
5.2          Die Intentionalität   174
5.2.1       Arten von Intentionalität   175
5.2.1.1    Die intrinsische und
               die abgeleitete Intentionalität   175
5.2.1.2    Die Als-ob–Intentionalität   176
5.2.1.3    Die individuelle und
               die kollektive Intentionalität   176
5.3          Intentionale Zustände   176
5.3.1       Logische Struktur intentionaler Zustände   181
5.3.1.1    Der psychologische Typ und der Gehalt   181
5.3.1.2    Die Ausrichtung (direction of fit)   182
5.3.1.3    Erfüllungsbedingungen   183
5.3.1.4    Repräsentationen   184
5.3.1.5    Die Aspektgestalt   186
5.3.1.6    Die intentionale Verursachung   186
5.3.1.7    Netzwerk (Network)
               und Hintergrund (Background)  187 
5.4          Hintergrund, Netzwerk, Bewusstsein und 
               Intentionalität   189
5.5          Zusammenfassung   196
6:            Intentionalität der Wahrnehmung                                                                   
6.1          Die Intentionalität der visuellen Wahrnehmung   200
6.1.1       Die Intentionalität und die Intensionalität   200
6.1.2       Unterschied zwischen Wahrnehmung
               und Erlebnis 203                         
6.1.3       Das visuelle Erlebnis und die Überzeugung   203
6.1.4       Die Repräsentation und die Präsentation   207
6.1.5       Selbstbezüglichkeit
               oder intentionale Verursachung   208
6.1.6       Hintergrund und Netzwerk
               im visuellen Erlebnis   210
6.2          Der intentionale Gegenstand  
               und der intentionale Aspekt   212
6.3          Wahrheitsbedingungen
               des Wahrnehmungsurteils  214
6.4          Sinnestäuschung   216
6.5          Der direkte Realismus   221
6.6          Zusammenfassung   224
 
Teil III:    Schlussbemerkungen   229                                                                                    
1.            Vergleichende Betrachtung   229
1.1          Der Ausgangpunkt   229
1.2          Begriff der Intentionalität    230
1.2.1       Intentionalität nach Brentano   230
1.2.2       Intentionalität nach Searle   231
1.3          Psychische Akte, mentale
               und intentionale   Zustände 233            
1.3.1       Psychische Akte   233
1.3.2       Mentale und intentionale Zustände   234
1.4          Bewusstsein   235
1.4.1       Bewusstsein nach Brentano   235
1.4.2       Bewusstsein nach Searle   236
1.5          Die Wahrnehmung der Wahrnehmung   236
1.5.1       Sekundäres Bewusstsein   237
1.5.2       Self-consciousness   238
2.            Bewusstsein und Außenwelt   238
2.1          Der ontologische Status
               des intentionalen Objektes   239
2.1.1       Brentanos Theorie   239
2.1.2       Searles Theorie   241
2.1.3       Die Halluzination   242
2.1.3.1    Brentanos Antwort   242
2.1.3.2    Searles Antwort   243
2.2          Der epistemische Zugang 
               und die Beziehung des
               Bewusstseins zur Welt  24 6                       
2.2.1       Die visuelle Wahrnehmung    246
2.2.1.1    Brentanos Beschreibung   246
2.2.1.2    Searles Beschreibung   248
3.            Skeptizismus versus direkten Realismus   251  
3.1          Die Existenz der Welt   252
3.2          Der epistemische Zugang zur Welt   253
3.3          Die Metapher des Externalismus und
               des  Internalismus   257                                                                                     
4.            Zusammenfassung   259

Teil IV:   Abkürzungen und Bibliographie   262
1.           Abkürzungen für Schriften Brentanos   264
2.           Abkürzungen für Schriften Searles   264
3.           Bibliographie   265


 


In Kürze finden Sie hier Rezensionen zu unseren Titeln



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